Brechnuss
Synonyme: Brauntaler, Strychninbaum, Gewöhnliche Brechnuss, Krähenaugenbaum
Pharmazeutische Droge: Strychnos nux-vomica
Handelsnamen: Biodolor®, Gastricumeel® u.a.
Englisch: strychnos
Inhaltsverzeichnis
1 Definition
Die Brechnuss gehört zur Familie der Brechnussgewächse (Loganiaceae). Die darin enthaltenen Wirkstoffe werden in der Medizin als Naturheilmittel eingesetzt.
2 Hintergrund
Die Brechnuss ist ein bis zu 25 m hoher Baum und in Indien, Java, Ceylon und Australien beheimatet. In der Naturheilkunde finden die Samen Verwendung. Die Brechnuss ist stark giftig. Das aus den Samen gewonnene, sehr giftige Alkaloid Strychnin wurde als Dopingmittel angewendet und ist heute verboten. Die heilende Wirkung der Brechnuss war bereits in der arabischen, indischen und chinesischen Medizin bekannt. So kam sie u.a. als potenzsteigerndes Mittel sowie gegen Pest, Cholera und Tollwut zum Einsatz.
3 Wirkstoffe
Zu den Hauptkomponenten gehören Alkaloide wie Brucin, Strychnin und Vomicin, Nebenalkaloide sowie Bitterstoffe.
4 Wirkung
Dem Naturheilmittel werden antiinflammatorische und analgetische Eigenschaften zugeschrieben. Die Wirkungen sind jedoch wissenschaftlich nicht nachgewiesen.
5 Indikationen
Die Brechnuss wird im Rahmen der supportiven Therapie bei folgenden Erkrankungen verabreicht:
- Kopfschmerzen, Schwindel
- Neurasthenie, Neuropathien
- Menstruationsstörungen
- Erkältungskrankheiten
- rheumatische Schmerzen, Gicht
- Leberfunktionsstörungen
- Pankreatitis
- gastrointestinale Störungen, u.a. Sodbrennen, Magenkrämpfe, Flatulenz
- Hämorrhoiden
6 Applikationsformen
Das Naturheilmittel wird oral, subkutan, intravenös sowie intramuskulär in Form von Tabletten, Tropfen sowie als Mischung, flüssige Verdünnung zur Injektion bzw. Injektionslösung appliziert.
7 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
8 Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff
- Schwangerschaft und Stillzeit aufgrund mangelnder Untersuchungen
- Säuglinge, Kinder und Jugendliche aufgrund mangelnder Untersuchungen